Eine Zahnspange dient der Behandlung von Kiefer- und Zahnfehlstellungen. Desweiteren sollen die mit solchen Fehlstellungen einhergehenden muskulären Dysbalanzen im Mundbereich korrigiert werden. Generell kann jeder Zahnarzt eine Behandlung mit einer Zahnspange vornehmen, doch die darauf spezialisierten Kieferorthopäden haben eine zusätzliche Weiterbildung absolviert und sind so zur Therapie von Kiefer- und Zahnfehlstellungen bestens ausgebildet.

Erstmals systematisiert wurden kieferorthopädische Behandlungen um die Jahrhundertwende vom Amerikaner Edward H. Angle. Dadurch legte er die Grundlage für die noch heute gebräuchliche festsitzende Zahnspange. Herausnehmbare Apparaturen wurden erst später entwickelt.

Die im Volksmund oftmals als Klammer bezeichneten Spangen werden von den Zahnärzten möglichst während der natürlichen Wachstumsschübe installiert, also im Durchschnittsalter von 9 bis 14 Jahren. Die Dauer der Behandlung beträgt in der Regel zwei bis vier Jahre und ist abhängig von der Schwere der Fehlstellung, der Art der Zahnspange und vor allem auch der Mitarbeit des Patienten. Besonders die Kontrolltermine und eine besonders gründliche Mundhygiene beeinflussen das Ergebnis der Zahnspangenbehandlung.

Immer häufiger kommt es heute auch zur Behandlung erwachsener Patienten. Diese Maßnahmen zählen zur heute üblichen Gesunderhaltung von Zähnen und sind in den USA sogar schon zu einer Art Mode geworden.

Generell gibt es zwei Arten von Zahnspangen: Festsitzende und herausnehmbare Apparaturen. Diese zwei Oberkategorien werden dann aber weiter unterteilt, so dass eine recht große Anzahl an Möglichkeiten zur Behandlung von Fehlstellungen im Mundbereich zur Verfügung steht. Die gewählte Behandlungsart hängt vor allem vom Grad der Fehlstellung im Kiefer ab.



Herausnehmbare Zahnspangen

Herausnehmbare Zahnspangen finden hauptsächlich bei geringeren Zahnbewegungen oder zur Normalisierung funktionsbeeinträchtigter Kiefermuskulatur Verwendung. Auch bei der Wachstumsförderung der Kiefer werden lose Zahnspangen benutzt. Die verordnete Mindesttragezeit ist unbedingt einzuhalten, wenn sich ein Behandlungserfolg einstellen soll. Eltern sollten daher unbedingt darauf achten, dass ihre Kinder sich an die Anweisungen des Arztes halten.

Die festsitzenden Zahnspangen dienen der Behandlung stärker ausgeprägter Kiefer- oder Zahnfehlstellungen. Unterschieden werden die im Mund angebrachten Multibracket-Apparaturen und die außerhalb des Mundes befindlichen Gesichtsmasken. Durch die festsitzenden Zahnspangen lassen sich bei ausreichendem Kiefer die Zähne in jedem Alter begradigen.

Die Installation festsitzender Zahnspangen ist ein aufwändiger Prozess, der oft bis zu drei Stunden dauert. In den ersten Tagen nach dem Aufbringen der Brackets haben die Patienten meist Schmerzen beim Kauen und durch die Fremdkörper im Mund entstehen wunde Stellen an Lippen und Wangen. Sollten nach einigen Tagen die Schmerzen nicht abklingen, ist ein erneuter Besuch beim Kieferorthopäden ratsam, damit die Spange besser eingestellt werden kann. Risiken bei der Behandlung mit Zahnspangen liegen vor allem bei Behandlungsfehlern, die dadurch vermieden werden können, dass sich Eltern und Patienten nur in die Hände ausgebildeter Fachkräfte begeben. So wird sich der Behandlungserfolg recht bald einstellen und die Patienten sind mit dem Ergebnis am Ende zufrieden.


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