Brücken
Es gibt weltweit etwa 80 nennenswerte Hersteller von Zahnimplantaten und 200 bis 300 verschiedene Formtypen. Seit der Nachkriegszeit haben sich Schraubenimplantate in verschiedenen Varianten am stärksten durchgesetzt. Zahnimplantate verwachsen stets in einem Zeitraum von etwa 3 bis 6 Monaten vollständig mit dem sie umgebenden Knochen. Ein Vorteil des Schraubenimplantats besteht darin, dass aufgrund des Gewindes bereits vor Beendigung des Heilungsprozesses eine belastbare und haltbare Einheit besteht. Außerdem wird wenig Knochen zerstört; der Körper braucht kaum neue Substanz zum Nachwachsen zu produzieren, so dass die Heilung sich besonders schnell vollzieht. Bei den Schraubenimplantaten wird zwischen einteiligen und mehrteiligen unterschieden. Die mehrteiligen verfügen über den im Knochen verankerten Körper, ein im Bereich der Mundschleimhaut liegendes Halsteil und das Kopfteil, auf dem das künstliche Zahnstück angebracht wird. Mehrteilige Implantate können am besten an die individuellen Gegebenheiten angepasst werden und haben außerdem den Vorteil, dass das Kopfteil erst im späteren Verlauf des Heilprozesses aufgesetzt werden kann. Das Kopfteil ragt bei einteiligen Implantaten anfänglich heraus, wodurch unerwünschte Belastungen der Konstruktion nicht immer zu vermeiden sind.
Zahnimplantate brauchen Knochensubstanz
Außer den Schraubenimplantaten werden heute wurzelförmige und zylinderförmige Implantattypen verwendet. Für Fälle, in denen nicht genügend Knochensubstanz vorhanden ist, um ein Schraubgewinde vertikal einzudrehen, bieten sich die sogenannten Diskimplantate an, die zylindrisch geformt sind und von der Seite aus in den Kiefer eingesetzt werden, wo sie in der gut durchbluteten Außenwand des Knochens Halt finden.Im Verlauf der sehr alten Geschichte der Zahnimplantologie kamen schon die unterschiedlichsten Materialien zum Einsatz. Schädelfunden lässt sich entnehmen, dass bereits vor 2000 bis 3000 Jahren Versuche unternommen wurden, mit aus Quarz geschnitzten Zähnen Gebissteile nachzuformen.
Später wurden Elfenbein, Holz und diverse Metallarten ausprobiert, bis sich vor etwa 30 Jahren das Titan, heute speziell das Reintitan, durchgesetzt hat.
Reintitan ist der körpereigenen Knochensubstanz in ihrer Elastizität so ähnlich, dass es selten zu Brüchen des Materials kommt. Weiterhin sind allergische Reaktionen ausgeschlossen, da das Titan biologisch neutral ist und eine direkte molekulare Verbindung mit dem Knochen eingehen kann.
Um diesen chemischen Verbindungprozess zu erleichtern, wird die Oberfläche des Titans zunächst angeraut, wofür derzeit unterschiedliche Verfahrensweisen angewandt werden. Wenn Sie sich wirklich für Zahnimplantate interessieren, dann können wir Ihnen die im Verweis genannte Seite empfehlen.
Heute werden Implantationen bei örtlicher Betäubung ambulant durchgeführt. Schon nach etwa 10 Tagen ist bei den meist komplikationslosen und nahezu schmerzfreien Eingriffen die Wundheilung abgeschlossen.
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