Zahnbehandlung im Ausland
Es war für unsere Familie eine Erfahrung die wir
gerne verdrängen würden.
Wir haben 2 Jahre in den Staaten gelebt und dort
blieb uns auch der Gang zum Zahnarzt nicht
erspart.
Wir sind fröhlich zu unserem, uns von der
Krankenkasse vorgeschriebenen Zahnarzt gegangen
und bei mir fing das Abenteuer "Zahnbehandlung
im Ausland" an.
Meine Zähne wurden komplett geröngt, das ist bei
Neupatienten wohl so üblich und es wurde ein
Loch entdeckt, das sich wohl einer
Wurzelbehandlung unterziehen muß.
Eine Zahnbehandlung im Ausland und vor allem in
Amerika ist sehr nervenaufreibend.
Die dort ansässigen Ärzte haben jeder seine
eigene Fachrichtung. Unser Zahnarzt war nur für
kleinere Behandlungen zuständig und verwies uns
zu seiner Kollegin, die jeden Tag bis zu 20
Wurzelbehandlungen durchführt und das wunderbar
machen würde.
Für jeden, der eine Zahnbehandlung im Ausland
vornehmen muß, sei gesagt, erkundigen sie sich
bitte vorher mit welcher Krankenkasse die
Zahnärzte zusammenarbeiten, es kann sonst sehr
teuer werden.
Ich habe mich vertrauensvoll dieser Ärztin
anvertraut und habe so etwas in deutschen
Zahnarztpraxissen noch nicht erlebt.
In Amerika vertraut keiner dem anderen.
Meine Zähne wurden nochmals komplett geröngt.
Bei Nachfrage, ob unser Zahnarzt die Bilder
nicht zur Einsicht in ihre Praxis schicken könne,
wurde ich fast belächelt.
Es ist in Amerika gang und gäbe, das jeder seine
eigenen Röntgenbilder hat.
Die " Zahnbehandlung im Ausland " hat ja nach
getaner Arbeit der sogenannten Fachärztin noch
kein Ende gehabt.
Diese entließ mich mit den Worten, das kann noch
ein paar Tage schmerzen und gab mir
Schmerzmittel mit, die in Deutschland schon
unter das Betäubungsmittelgesetz fallen würden.
Alleine das angucken dieser Tabletten, ließen
mich schon in Trance fallen.
Eine Woche später kam die Rechnung : über 600$
kostete mein Zähnchen.
Unsere recht gute Krankenkasse : "Health Net" ,
arbeitete mit dieser Ärztin nicht zusammen und
hat keinen Pfennig dazubezahlt.
Mein Fazit über Zahnbehandlungen im Ausland:
Wenn es irgendwie möglich ist bleiben Sie bei
unseren sehr gut ausgebildeten Zahnärzten in
Deutschland.
In Amerika ist es eine Art Massenabfertigung und
das weckt für mich persönlich eher Misstrauen,
als Vertrauen.
Auch im EU - Ausland erfreuen sich viele
Zahnärzte über viele deutsche Patienten, doch
auch dort kann man Pech haben.
Volle Praxen und schnelle Abfertigung führen oft
zu schmerzlichen und teuren Nachbehandlungen.
Ferner ist der Zahnersatz nich mit dem zu
vergleichen, was in unseren deutschen
Praxiszimmern standart ist.
Bricht eine Brücke, was schnell passieren kann,
ist die Fahrt ins Ausland dann auch nicht mehr
so günstig und zeitlich ist man ja auch immer
irgendwie eingespannt.
Für mich persönlich würde eine
Zahnbehandlung im
Ausland nur im allerhöchsten Notfall erfolgen
und größere Behandlungen wären bei mir nur in
Deutschland machbar.
Der Zahnarztbesuch hat doch für die meisten auch
etwas mit Vertrauen zu tun und ich vertraue
unseren deutschen Zahnärzten einfach mehr zu.
Es ist bestimmt verführerisch den
Billigangeboten aus dem Ausland zu folgen.
Aber : Billig ist nicht immer Gut.
Ich kann nur jedem raten einmal im Jahr zum
Zahnarzt zu gehen und sein Bonusheft zu führen,
dann können wir auch im Alter noch kraftvoll
zubeißen.
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