Die Zahnarztphobie haben leider viele Menschen. Deshalb begehen sie oft den größten Fehler überhaupt: Sie gehen nicht mehr zum Zahnarzt. Damit tun sie sich aber leider keinen Gefallen, denn so wird der nächste Zahnarztbesuch nicht gerade leichter.

Wenn man nicht mehr zum Arzt geht, kann sich Karies ausbreiten, man kann größere Löcher in den Zähnen bekommen, die der Zahnarzt eventuell nicht mehr retten kann. Somit müssen diese Zähne dann gezogen werden, was durchaus etwas schlimmer ist, als eine kleine Kariesbehandlung.



Die stärkste Stufe der Zahnarztphobie

Zum Glück ist dies aber nur die stärkste Stufe der Zahnarztphobie. Manche Menschen gehen weiterhin mutig zum Arzt, stehen dort aber Todesängste aus. Die Ängste werden deutlich durch körperliche Symptome wahrgenommen. Darunter gehören Herzrasen, Schwindel, Übelkeit, Luftnot und anderes. Bei jeder Phobie, können sich die Symptome anders zeigen. Es gibt Menschen, die sehr zittern und schweiß gebadet in dem Behandlungsstuhl sitzen.

Es gibt verschiedene Möglichkeiten, mit einer Zahnarztphobie umzugehen. Eine der Maßnahmen könnte eine Therapie sein, diese bekommt man von der Krankenkasse bezahlt und ein Psychotherapeut wird seinem Patienten die Ängste nehmen. Dieses geschieht aber leider nicht von jetzt auf gleich, eine Therapie dauert je nach Stärke der Phobie mitunter einige Monate. In dieser Zeit, wird der Therapeut seinen Patienten mit der Zahnarztphobie aber gerne begleitend bei einer Arztbehandlung zur Seite stehen. Eine Therapie ist eigentlich dann notwendig, wenn man vor lauter Angst überhaupt nicht mehr zum Zahnarzt geht.

Wenn die Phobien nicht ganz so dramatisch sind und man den Arzt noch aufsucht, kann man auch für den Termin ein Beruhigungsmittel einnehmen. Dieses bekommt man von seinem Hausarzt verschrieben, wenn man diesen die Problematik erklärt. Man muss nicht unbedingt direkt chemische Arzneimittel verwenden, man kann ebenso zu Baldrian und Co, greifen. Nimmt man diese Mittel ein, wird man zwar nicht frei von Symptomen sein, diese sind aber deutlich abgeschwächter.

Andere Menschen erlernen autogenes Training oder auch andere Entspannungsarten. Somit gelingt es ihnen, sich bei dem Zahnarzt einigermaßen zu entspannen. Einige Leute können sich dadurch in eine leichte Trance versetzen und überstehen den Termin bei ihrem Arzt sehr gut. Leider benötigt man etwas Zeit, damit die Entspannungsarten auch wirken können. Besonders schwer ist dies bei Leuten, die sich sonst nie entspannen. Sie könnten bis zu vier Wochen benötigen, um sich einigermaßen zu entspannen. Somit sollte man nicht länger warten, sondern sofort mit dem Entspannungstraining sofort anfangen. Immerhin ist man dadurch ein wenig fitter, für den anstehenden Behandlungstermin.

Man sollte den Zahnarzt auch gestehen, dass man unter einer Zahnarztphobie leidet, denn so wird auch dieser sich ganz anders verhalten und wesentlich mehr Rücksicht nehmen. Auch dies ist eine gute Methode, seine Phobien zu bewältigen. Ein guter Zahnarzt wird sich für einen Phobiker sehr viel Zeit nehmen und sich Schritt für Schritt vorarbeiten. So könnte er bei dem ersten Termin nur die Zähne ansehen, beim nächsten Termin wird dann erst einmal das kleinste Loch behandelt und so geht es immer weiter. Diese Methode hat sich bei vielen Menschen bewährt, die Angst wird abgebaut und das Vertrauen zu dem Arzt wächst. Hat man das Vertrauen erst einmal aufgebaut, wird es nicht so schnell gestört werden, wenn der Zahnarzt sich immer auf die Phobie einstellt. Der Patient wird bedeutend weniger Ängste durch dieses Vertrauen verspüren. Arbeitet der Zahnarzt immer vorsichtig, wird die Angst sich immer mehr abbauen können. Einige Menschen haben durch diese Methode, ihre Ängste vollkommen abbauen können. Wichtig ist aber, immer zu jeden Termin zu gehen, ohne dafür zu flüchten. Nimmt man einen Termin wegen der Phobie nicht wahr, kann diese wieder stärker werden.

Kann man mit seiner Phobie gar nicht umgehen, aber die Zähne müssen dringend gemacht werden, hilft eigentlich nur die Einweisung in eine Zahnklinik. Dort bekommt man dann eine Vollnarkose während der Behandlung. Da eine Narkose aber immer mit Risiken verbunden ist, sollte man sich diesen Weg gut überlegen. Bedeutend besser wäre es auf jeden Fall, etwas gegen die Phobie zu unternehmen.


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