Panik beim Zahnarzt
Zum Glück gibt nicht jeder diesen Unwillen nach, denn dies ist für einen Panikanfall nicht besonders gut. Stellt man sich seiner Angst nicht, ganz gleich, worum es dabei geht, wird diese noch schlimmer und greift auch auf andere Situationen über. Manche Menschen gehen tatsächlich keinen Schritt mehr in eine Zahnarztpraxis. Dabei denken sie nicht an die Spätfolgen für sich und ihre Zähne. Denn leider werden Zahnschmerzen nicht besser, Löcher in den Zähnen werden schlimmer, Entzündungen heilen selten von alleine ab. Somit hat man irgendwann leider so schlechte Zähne, dass nicht nur ein Zahnarztbesuch nötig wird. Was noch viel schlimmer ist, manche Zähne müssen dann sogar gezogen werden, was man durch einen rechtzeigen Arztbesuch verhindern hätte können.
Viele Menschen trauen sich nicht, über ihre Panik beim Zahnarzt zu sprechen. Dabei ahnen sie gar nicht, dass sehr viele Menschen davon betroffen sind. Statistiken haben besagt, dass jeder 4-5 Mensch an Panik leidet, was den Zahnarztbesuch anbelangt. Diese Panik ist unterschiedlich groß und manchmal sogar behandlungsdürftig. Leider gehen nur die wenigsten Menschen zu einem Therapeuten, obwohl sie sehr unter dieser Panik zu leiden haben. Eine Therapie könnte diesen Patienten aber sehr gut helfen, denn bei einem Therapeuten lernen sie, wie man damit umgehen kann. Man sollte am besten erst einmal mit seinem Hausarzt sprechen, der dann darüber entscheidet, ob eine Psychotherapie von Nöten ist. Ebenso kann der Hausarzt auch bestimmte Beruhigungsmittel für den Zahnarztbesuch verschreiben. Diese reichen von Baldrian und Johanniskraut, bis hin zu den chemischen Arzneien. Auch dieses wird anhand der Stärke der Panikanfälle entschieden.
Behandlung von Panikpatienten
Es gibt viele weitere Hilfsmittel für den Zahnarztbesuch. So kann man sich zum Beispiel der Entspannungstechnik widmen. Denn diese kann in einem Behandlungsstuhl sehr hilfreich sein. Zu den beliebtesten Entspannungstechniken gehört das Yoga, die Zwerchfellatmung, das Autogene Training, die progressive Muskelentspannung und vieles andere. Es gibt sehr viele Bücher über Entsoannungstechniken und auch CDs oder DVDs. Mit diesen Hilfsmitteln ist es möglich, innerhalb von zwei Wochen die Entspannung bei Panikanfällen einsetzen zu können. Dafür muss man aber jeden Tag mehrmals üben, manche Menschen können sich nur schwer entspannen, bei ihnen muss man mit mehr als zwei Wochen rechnen.Auch das mentale Training und die Autosuggestion können sehr hilfreich sein. Dabei geht man in sich und sagt sich aufbauende Sätze. Wie zum Beispiel "Die Panik beim Zahnarzt ist völlig egal. Ich schaffe das", "Ich habe keine Panik, ich werde im Arztstuhl ganz entspannt sein" und viele andere Sätze. Diese muss man sich öfter am Tag vorsagen, damit sie sich im Unterbewußtsein festsetzen können. Dies ist zwar kein Heilmittel für die Panik, wird diese aber sehr enorm reduzieren können. So fällt der Zahnarztbesuch gleich viel leichter.
Eine weitere Hilfe können Mudras sein, dies sind Fingerstellungen, die man in Büchern finden kann. Mit diesen speziellen Übungen kann man sich mehr Ruhe verordnen, die Symptome abschwächen und vieles mehr. Diese kann man auch beim Zahnarzt selbst anwenden, um zu mehr Ruhe zu kommen.
Die Wahl des Zahnarztes ist ebenfalls sehr wichtig, es gibt einige Ärzte, die sich auf die Behandlung von Panikpatienten spezialisiert haben. Welche es in der eigenen Stadt sind, erfährt man über die Zahnarztkammer. So wird man bei dem Arzt entsprechend behandelt, er nimmt sich wesentlich mehr Zeit für seinen Patienten und kann viel besser auf ihn eingehen. Die Behandlung wird in allen Schritten erklärt und sehr vorsichtig durchgeführt. Zu einem solchen Arzt kann man gut Vertrauen aufbauen, was man auch benötigt, wenn man unter Panik leidet.
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