Kieferzysten sind kleine, meist mit einer Flüssigkeit gefüllte, Holräume im Kieferknochen. Sie zählen zu den gutartigen Zysten, wachsen aber bei Nichtbehandlung stetig an. Da sie unmittelbar in der Umgebung liegende Zähne schädigen kann, müssen sie meist sofort nach Feststellung durch einen einfachen, chirurgischen Eingriff behandelt werden. Das tückische Verhalten der Kieferzyste zeigt sich darin, dass sie sehr lange Zeit unbemerkt heranwachsen und zunächst keine Schmerzen verursachen. Deshalb werden sie meist nur zufällig auf Röntgenbildern als Löcher im Kieferknochen erkannt.



Kieferzyste durch Anomalien

Wenn ein Patient die Kieferzyste durch Anomalien im Zahngefühl, lockere Zähne, Druckgefühl oder leichte Wölbungen im Kieferknochen selbst bemerkt, ist sie meist schon auf eine beachtliche Größe herangewachsen. Die Gefahren liegen hauptsächlich darin, dass die ständig wachsende Zyste einen Druck auf Zähne, Kieferknochen und andere Gewebestrukturen ausübt. Die Folgen sind immer stärker werdende Schmerzen. Nicht selten kann es zusätzlich zu Zahnverschiebungen kommen. Hauptsächlich wird das überhöhte Risiko der Zystenbildung genetisch vererbt. Es fliesen aber auch andere Faktoren wie zum Beispiel Zahnhygiene oder Wurzelentzündungen in die Ursachen mit ein. Statistisch gesehen treten Kieferzysten am Häufigsten im mittleren Lebensalter auf, wobei Männer etwas öfter als Frauen betroffen sind. Maßnahmen zur Vorbeugung der Zystenbildung gibt es bislang nicht. Sie können demnach trotz ordnungsgemäßer Zahnpflege auftreten. Auf Grund der guten Behandelbarkeit sind Kieferzysten jedoch im Normalfall kein Grund zur Sorge.


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